Die Sägerei
Die Sägerei Gneida liegt auf ca. 1440 m ü.M., an der Strasse, welche Richtung Ladral führt. Sie wurde neben dem Ual da Ladral gebaut und wird durch ihn betrieben. Der Ual da Ladral mündet in Waltensburg in den Flem. Der Flem fliesst kurz darauf in den Schmuér, welcher schliesslich in den Vorderrhein mündet.
- 2020 - 2024
Nutzungsintensivierung
Seit dem Sommer 2020 wurden die Angebote rund um die Sägerei konkretisiert. Die Infrastruktur wurde ausgebaut, z.B. mit einem Tisch mit Sitzgelegenheiten u.a., um unseren Gästen etwas mehr Komfort zu bieten.
Die Zusammenarbeit mit Surselva Tourismus wurde intensiviert, wodurch die Sägerei Gneida in der Region besser vernetzt werden konnte.
Im Frühjahr 2024 hat der Betrieb der Sägerei Gneida die Akkreditierung als Swisstainable Vertreter erhalten.
- 2001 - 2006
Sägerei wird für erhaltenswürdig erklärt und renoviert
Der Zustand der Sägerei verschlechterte sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Im September 2001 fanden sich Idealisten, Architekten, Gemeinderatsmitgliedern, der Chef der Denkmalpflege Graubünden und Vertreter der Stiftung Jörgenburg hier ein. Die Sägerei wurde als Objekt regionaler Bedeutung eingestuft und somit als erhaltenswürdig erklärt.
An einer Gemeindeversammlung im Jahre 2003 wurde beschlossen, dass die Sägerei saniert und nicht abgerissen werden soll.
Im Sommer 2004 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Die Mauer auf der Westseite wurde komplett neu erstellt. Am 26. Juli 2005 setzte das Wasser nach über 40 Jahren das Sägeblatt wieder in Bewegung. Im Jahr 2006 fand ein grosses Einweihungsfest statt.
- 1962
Letztmaliges kommerzielles Holzsägen
Bis zum Jahr 1962 wurde während den Sommermonaten regelmässig Holz gesägt. Zum Teil für den Privatgebrauch, zum Teil für die Restauration der Alpgebäude der Gemeinde. Man kann festhalten, dass unsere Vorfahren mit den vorhandenen Kräften/Ressourcen umzugehen wussten (Nutzung der Wasserkraft, Standort wurde so gewählt, dass der Transport der Baumstämme zur Säge mit Pferden möglichst rational erfolgen konnte u.a.
- 1954 - 1955
Modernisierung mit einer Peltonturbine
Die noch heute bestehende Peltonturbine wurde Im Jahre 1954 geplant und im darauffolgendem Jahr 1955 eingesetzt. Diese führte zu einer deutlichen Leistungssteigerung und dadurch zu präziserem Schnittgut.
- 1923
Einbau der ersten Wasserturbine
Im Jahr 1923 wurde eine neue Francis Turbine in die Sägerei eingebaut. Durch Berechnungen und durch damals üblicher Mechanik darf davon ausgegangen werden, dass ein oberschlächtiges Wasserrad, mit einem Durchmesser von 4m, ersetzt wurde.
- 1901 - 1907
Gemeinde kauft Sägerei
Wann die Sägerei gebaut wurde lässt sich nicht genau recherchieren. Im Grundbuchamt von Ilanz befindet sich die Urkunde zum Kaufvertrag der Sägerei, welche Luzi Pfister–Gabriel im Jahre 1901 für CHF 2'000.- an die Gemeinde Waltensburg/Vuorz verkauft hat.
Der Archäologische Dienst Graubünden in Chur, unter der Leitung von Hr. Dr. Seifert, hat zudem folgende Erkenntnisse zutage gebracht:
Aufgrund der übereinstimmenden Daten der Proben aus einem Tragbalken des Bodens, der Pfetten, der Binder und der von Süden nach Norden durchlaufenden, unveränderten Nummerierung der Tragbalken der Dachkonstruktion kann von einem einheitlichen, im Frühjahr/Sommer 1907 errichteten Bau ausgegangen werden.














